Teaserbild: Steuerlicher Vorteil

STEUERLICHER VORTEIL

VORTEILE für Betriebe die ihren Mitarbeitern ein Jahres-Ticket zur Verfügung

Mit 1. Jänner 2013 ist eine Neuregelung des „Jobtickets“ in Kraft getreten. „Jobticket“ bedeutet: Unternehmen können freiwillig ihren Beschäftigten die Fahrkarte für den öffentlichen Verkehr am Arbeitsweg als steuerfreien Sachbezug zur Verfügung stellen.

In 5 Schritten zum „Jobticket“

  • Unternehmen und Organisationen können freiwillig den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln finanziell unterstützen, indem sie die Fahrkarte zur Verfügung stellen. Für die Beschäftigten fallen keine Steuern oder Sozialabgaben an, die Unternehmen können das Jobticket als Betriebsausgabe geltend machen.
  • Das „Jobticket“ ist ein Sachbezug und ist vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Egal ob individuell oder gesammelt bestellt, die Rechnung hat auf das Unternehmen zu lauten (Adresse und Name) und den/die Namen des/der Beschäftigten zu enthalten. Es kann vom Unternehmen auch nur ein Teilbetrag der Fahrkarte als Jobticket übernommen und steuerfrei abgerechnet werden.
  • Als „Jobticket“ gilt eine Streckenkarte bzw. Netzkarte für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Eine Netzkarte ist nur dann zulässig, wenn keine Streckenkarte angeboten wird (etwa im innerstädtischen öffentlichen Verkehr) oder keine höheren Kosten anfallen.
  • Wichtig ist, dass es sich beim „Jobticket“ um eine zusätzliche Leistung handelt und es nicht statt bisher gezahltem Lohn (Bezugsumwandlung) zur Verfügung gestellt wird. Ausgenommen sind schon bisher bezahlte Fahrtkostenzuschüsse, die nun als Jobticket abgewickelt werden.
  • Für Monate, in denen ein „Jobticket“ oder ein Firmenwagen zur Privatnutzung genutzt wird, steht keine Pendlerpauschale zu. Diese Kalendermonate sind im Lohnzettel und im Lohnkonto zu vermerken (siehe Lohnkontenverordnung 2006). Allerdings kann weiterhin eine Pendlerpauschale für jenen Teil der Wegstrecke geltend gemacht werden, für den kein „Jobticket“ zur Verfügung gestellt wird oder für den es keinen öffentlichen Verkehr gibt, etwa für die Anreise zum Bahnhof. Die Einstiegsstelle für das öffentliche Verkehrsmittel, für das ein „Jobticket“ vorhanden ist, ist dann für die Berechnung der Distanz, wie die Arbeitsstätte zu betrachten.

Wird ein Teil des „Jobtickets“ durch den oder die Beschäftigten bezahlt, können die Kosten für diese Zuzahlung bis zur Höhe der Pendlerpauschale für den gesamten Arbeitsweg geltend gemacht werden.



Details zum Nachlesen

Detaillierte Regelungen zur Abwicklung finden Sie in der Information des Finanzministeriums "Jobticket" - Werkverkehr mit Massenbeförderungsmitteln (gültig ab 5.6.2013).

Achtung:
Bitte beachten Sie, dass in den Lohnsteuerrichtlinien und im „Steuerbuch 2013“ des BMF hinsichtlich des anspruchsberechtigten Personenkreises derzeit noch (Stand Juli 2013) die alte, auf Beziehende der Pendlerpauschale eingeschränkte Jobticket-Regelung angeführt ist. Diese ist nun überholt, das Jobticket steht jetzt allen Beschäftigten offen.

Sonderfall: Beschäftigte besitzen bereits ein persönliches Strecken- oder Jahres-Ticket
Ein bestehendes VVT Jahres-Ticket kann jeweils zum Monatsende im VVT KundenCenter storniert und ein neues Job-Ticket auf Rechnung des Unternehmens beantragt werden.